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Der Blumenkrieg

Die Geschichte beginnt in unserer Welt heute und führt Theo, den Helden, in eine beklemmende Welt der Feen, wo die Dynastien der Blumen ein Terror-Regime errichtet haben. In dem matt erleuchteten Büro des unsinnig hohen Gebäudes in der großen Stadt treffen sich zwei schreckliche Wesen. Gold wechselt den Besitzer, und der Herr des Hauses Nieswurz befiehlt: »Krieg kommt. Das Kind muß sterben.«

Theo hängt mit seinen dreißig Jahren immer noch mit Boy Groups herum. Er ist ein begnadeter Sänger, aber sonst bekommt er fast nichts auf die Reihe. Er fühlt sich manchmal, als würde er gar nicht hierher gehören. Als eines Tages ein Polizist Theo zu einem bestialischen Mord in der Nachbarschaft befragt, scheint Theos Welt brüchig zu werden. Er meint Stimmen zu hören, glaubt sich verfolgt. Und eines Abends nimmt seine vage Angst Gestalt an: ein zombieähnliches Monster dringt in seine Hütte ein. Theo ist vor Entsetzen gelähmt.

Da taucht ein winziges Flügelwesen aus dem Nichts auf und öffnet Theo eine verborgene Tür. Die Welt, in die er eintritt, ist finster und bedrückend. Sie ist fremd und doch auf unheimliche Weise unserer Welt ähnlich. Und sie ist voller merkwürdiger Kreaturen, die Theo schaden wollen. Auf der Flucht vor einem Höhlentroll und vor dem Untoten, der ihm nach Elfien gefolgt ist, versucht er sich in dieser Anderswelt durchzuschlagen. Seine einzige Verbündete ist Apfelgriebs, eine winzige Elfe mit einem losen Mundwerk.

Theos gefährliche Reise führt ihn zu den Palasttürmen der einflußreichen regierenden Oberschicht und zu dem gefährlichen Volk der Goblins, die heimlich einen Regierungsumsturz planen, und zu anderen Orten, die über seine Vorstellungskraft gehen. Er sucht nach Antworten und gerät in tödliche Gefahr, aus der ihn auch Apfelgriebs nicht mehr retten kann.

Pressestimmen

»… Vielmehr erweist sich Williams in der „Der Blumenkrieg“, in dessen Verlauf sprechende Blumen den Leser ein ums andere Mal das Fürchten lehren, vor allem als Virtuose des Übergangs, als Sprengmeister des Raum-Zeit-Kontinuums. … Spannende Lektüre. Spektakuläre sowieso.«
Renate Schröder (Die Welt, 20.11.2004)

»… einer der Champions intelligenter Fantasy …
Aber hinter der Oberfläche aberwitziger Erlebnisse findet hier eine ernste kritische Auseinandersetzung mit beliebten Grundwerten des Fantasy-Genres statt. Auch die Bevölkerung der Elfenwelt in „Der Blumenkrieg“ ist in Rassen und Klassen geteilt, aber hier bekommt das nichts schnurrig Pittoreskes. Williams erzählt von einer in finsterstem Rassismus erstarrten Welt, in der ethnische Säuberungen gepriesener Teil der Geschichte sind, von einer undurchlässigen Kastengesellschaft, die endlich von einem blutigen Bürgerkrieg zerrissen wird. …«
Thomas Klingenmaier (Stuttgarter Zeitung, 8.10.2004)

»… Ob man das Buch nun als Fantasy für Einsteiger oder einfach als einen glänzend geschriebenen Roman in bizarrer-Szenerie liest: In jedem Fall kann man dem Autor anerkennend zuprosten, je nach Geschmack mit einem Glas Flügelstutzer oder einem Orchideenblitz Hell.«
Hardy Reich (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6.10.2004)

»… In den parallel existierenden Welten lässt Williams genüsslich die Gegensätze aufeinander prallen: Die naive Vorstellung eines märchenhaften Elfenlandes kontrastiert mit der faschistoiden Gesellschaft, die Theo effektiv vorfindet. Über die Menschwelt im heutigen Kalifornien können wiederum die Elfen nur den Kopf schütteln. …«
Susanna Häberlin (Züritip, 30.9.2004)

»… Tad Williams entwirft eine düstere Parallelwelt zu unserer Realität, die beschreibt, dass auch Elfen zu terroristischen Anschlägen fähig sind – nur benutzen sie dafür Drachen statt Flugzeuge.«
(Brigitte, September 2004)

»… eine Kurzgeschichte. Die es in sich hat: … Es ist Zeugnis seines erstklassigen Instinkts fürs Abenteuerliche, dass just in den Trümmern eine der aufregendsten Verfolgungsjagden der jüngeren fantastischen Literatur anhebt. Er verbindet diese erstklassige Spannungselemente mit politischer Satire und erweist sich so wie andere Autoren des Fantastischen vor ihm, wie Jonathan Swift, H.G. Wells, E.T.A. Hoffmann, als wahrer Moralist.« Stefan Gohlisch (Neue Presse, 14.8.2004)

»… Im Gegensatz zu den gewaltigen Zyklen Osten Ard und Otherland liegt uns diesmal ein Stand Alone-Titel von Tad Williams vor. Ein Werk, das gut 800 Seiten umfasst, ein Buch, das etwas anders ist als ich es zu Beginn der Lektüre vermutet habe. Und genau dies ist es, was ich suche. Bücher, die anders sind, die mich überraschen, die neue, ungewöhnliche Aspekte präsentieren. Ich will nicht die selbe Geschichte zum xten Mal lesen, genau wissen, wie meine Helden nun wieder aus der bekannten brenzligen Situation herauskommen. Nein, ich will überrascht, ich will verblüfft werden, und dies gelingt Williams, trotz einiger Mängel, mit seinem Roman. … Alles in allem bietet der Roman … eine Elfengeschichte abseits ausgetretener Pfade. …«
Carsten Kuhr (www.misterfantastik.de)