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Weitgehend unbemerkt von diesem Völkchen der Erzschürfer bahnt sich in der Südmark eine Katastrophe an. Gerüchte dringen zur abgelegenen, friedlichen Burg, daß der Autarch, mächtiger Herrscher im Süden, seine Heere zusammenzieht, um gen Südmark zu marschieren.
Doch
noch beunruhigender ist eine andere Beobachtung: der Nebelwall,
seit Jahrhunderten eine unverrückbare Grenze, beginnt
sich zu verschieben. Die Lage in der Burg am Meer ist verzweifelt.
Der König war von einer seiner Reisen nicht zurückgekehrt.
Es heißt, er sei in Gefangenschaft geraten.
Die ganze Last der Regierungsgeschäfte, die ganze Last der Verantwortung für Reich und Burg und für ihre Bewohner liegt nun auf den schwachen Schultern der jüngsten Kinder des Königs, Briony und ihrem Zwillingsbruder Barrick.
Sie sind erst fünfzehn Jahre alt, haben sich nie um die Staatsgeschäfte gekümmert, sondern getan, was Kinder eben tun - wilde Wettreiten veranstalten, Kampfspiele mit ihrem Fechtmeister austragen, auf Lindwurmjagd gehen. Nun ist alles anders.
Briony ist ein Mädchen voll Umsicht. Sie ist stark, und sie muß stark für sie beide sein, denn Barrick hat einen verkrüppelten Arm. Wieso es zu dieser Behinderung kam, weiß niemand. Nur Barrick selbst. Doch der schweigt.
Viele bieten ihre Hilfe, ihren Rat an -
das Volk der Funderlinge, das unter der Erde lebt; die kleinen
Leute, die auf der unüberschaubaren Dachlandschaft der
Burg im Verborgenen hausen und sich Dachlinge nennen; die
Fischer in ihrer Siedlung am Meer; der weise Arzt und Alchemist
Chaven, der sich mit seinem Zauberspiegel zu beraten pflegt;
die Stiefmutter; Utta, Brionys Hauslehrerin; Herzog Gailon,
der der Prinzessin freche Avancen macht; Ferras Vansen, der
Hauptmann der königlichen Garde; der Waffenmeister Shaso
dan-Heza - doch wem können die Zwillinge wirklich trauen?
Und da ist noch die Weissagung. Wie alle
Orakel ist sie dunkel. Und als Briony schlagartig klar wird,
daß die Weissagung auf ihren Bruder zielt und seinen
Tod meint, ist es zu spät. Barrick ist bereits mit den
Entsatztruppen losgeritten. Kann er trotzdem gerettet werden?
© Copyright der Grafiken bei Tad Williams, Matt Rhodes, Maurizio Manzieri
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